Erforschung der Hintergründe unterschiedlicher Zerstörungsgrade von Wandmalereien innerhalb reformatorischer Bewegungen durch Untersuchungen mittels THz-Strahlung

Beteiligte

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS (Bearbeiter)
http://www.iws.fraunhofer.de/

Laufzeit / Status
06.2008 - 05.2011 /

Kurzreferat
Schon seit Jahrzehnten besteht der Wunsch der Kunstwissenschaftler, Denkmalpfleger und Restauratoren, eine Methode zu besitzen, die es gestattet, durch die einzelnen Schichten von Wandmalereien hindurchzusehen und so Schicht für Schicht in die Tiefe der Kunstwerke zu blicken, ohne diese zerstören zu müssen. Herkömmliche Verfahren, wie IR-Reflektographie oder Röntgenanalyse konnten diese Aufgabenstellung aufgrund von physikalischen Grenzen bisher nicht vollständig lösen. Erste experimentelle Arbeiten mit THz-Strahlung hingegen haben gezeigt, dass Hoffnung besteht, einen Beitrag zur Lösung dieser brennenden Problemstellung der Untersuchung von Malereien und Architekturoberflächen zu liefern. Es zeigte sich zusätzlich, dass es möglich sein kann, neben einer dreidimensionalen Tomografie der ersten mm des Kunstwerkes auch Informationen über den stofflichen Aufbau sonst nur schwer zugänglicher Zonen zu erhalten. Der Einsatz von THz-Wellen in der Analyse von Kunstobjekten eröffnet ein neues Forschungspotential. Mit den im Projekt geplanten Forschungsarbeiten sollen Grundlagen für den Einsatz dieser Technologie in den Kunstwissenschaften gelegt werden.

Beteiligte Institutionen:
Labor Köhler, Potsdam, Technische Universität Dresden, Inst. Für Kunst- und Musikwissenschaft, Kunstgeschichte Hochschule für bildende Künste Dresden.

Förderer/Auftraggeber
DLR (Umwelt, Kultur, Nachhaltigkeit), Projektträger des BMBF.

Schlagwörter
THz-Zeit-Domänen-Spektroskopie; THz-TDS;

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