Reduktion von Luftschadstoffen in Vitrinen und Verpackungsmaterialien zur präventiven Konservierung von Kunst- und Kulturgut

Beteiligte

Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI (Bearbeiter)
www.wki.fraunhofer.de

Laufzeit / Status
04.2006 - 03.2008 /

Kurzreferat
Die Problematik chemischer Luftverunreinigungen in museal genutzten Innenräumen spitzt sich prägnant auf die Aufbewahrungssituation von Sammlungsgut in Vitrinen und Umhüllungen zu, da es hier in engem und unmittelbarem Kontakt zu den umgebenden Materialien und Bauprodukten steht. Das geringe Raumvolumen der Behältnisse und ihr auf ein Minimum reduzierter Luftwechsel begünstigen das Aufkonzentrieren von Luftschadstoffen ebenso wie synergistische Effekte. Dem Emissions- oder Reduktionspotential der eingesetzten Materialien kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Neben dem Risiko, dass Vitrinen und Umhüllungen ein Schädigungspotential für die in ihnen aufbewahrten Exponate bergen, treten auch ästhetische Beeinträchtigungen der Behältnisse durch schwer flüchtige organische Verbindungen, sog. fogging-aktive Substanzen, auf. Diese Problematik führt seit einigen Jahren zu zunehmenden Regressionsforderungen seitens der Nutzer (museale Einrichtungen) gegenüber den Herstellern. Um sich vor diesen Forderungen zu schützen und ihre Produkte gewinnbringend vermarkten zu können, wird für die Industrie die Gewährleistung nicht korrosiver Luft in Vitrinen und die Absorptionsfähigkeit von Verpackungsmaterialien von immer größerer Bedeutung. In dem Vorhaben wurden umfassende Emissionsuntersuchungen von Einzelmaterialien für Konstruktion und Dekoration von Museumsvitrinen durchgeführt und darüber hinaus Daten zur Innenraumluftqualität in Museumsvitrinen erhoben. Anhand der Ergebnisse wurden Kriterien für die Produktoptimierung sowie für Maßnahmen der Qualitätsüberwachung erarbeitet.

Beteiligte Institutionen:
Industriepartner (kmU) Internationaler Verein für technische Holzfragen e.V. (iVTH).

Förderer/Auftraggeber
Stiftung Industrieforschung Köln.

Schlagwörter
Museumsvitrinen; Materialemissionen; Innenraumluftqualität;

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